Warum KI in der McKinsey Studie nur auf Rang 17 landet und dies logisch ist!

Warum KI in der McKinsey Studie nur auf Rang 17 landet und dies logisch ist!

KI ist allgegenwärtig. Doch für Europas Marketingchefs ist sie kein Top-Thema. Das zeigt eine aktuelle McKinsey-Studie, die rund 500 Marketingverantwortliche in Europa befragt hat. Das Ergebnis überrascht auf den ersten Blick: Künstliche Intelligenz landet lediglich auf Platz 17 der strategischen Marketingprioritäten – weit hinter klassischen Disziplinen wie Markenbildung, Authentizität, Datenschutz und Budgeteffizienz.

Diese Zahlen sind kein Zeichen von Technologiefeindlichkeit. Sie zeigen vielmehr, dass Marketingverantwortliche zunehmend differenzieren: zwischen Hype und nachhaltigem Wertbeitrag.

Markenstärke schlägt Tool-Fixierung

Vier der fünf wichtigsten Trendthemen bis 2026 zielen laut McKinsey auf langfristige Wirkung ab. Markenaufbau, Vertrauen, klare Positionierung und ein effizienter Umgang mit Budgets rücken in den Vordergrund. Das ist eine bewusste Abkehr von kurzfristiger Aktivierung und taktischer Kampagnenlogik.

Der Hintergrund ist klar:
Kaufentscheidungen werden komplexer, Touchpoints fragmentierter und Aufmerksamkeit knapper. In dieser Umgebung gewinnen Marken, die konsistent, glaubwürdig und wiedererkennbar auftreten – unabhängig vom Kanal.

KI bleibt strategisch unterentwickelt

Trotz intensiver Diskussionen rund um generative KI geben 94 Prozent der CMOs an, bisher keine nennenswerten Fortschritte bei der strategischen KI-Implementierung erzielt zu haben. Die häufigsten Gründe:

  • fehlende technologische Kompetenzen

  • unklare strategische Zielbilder

  • mangelnde Verknüpfung mit der Marken- und Wachstumsstrategie

KI wird vielerorts getestet, aber selten integriert. Oft bleibt sie ein Effizienzwerkzeug für interne Prozesse, statt ein Bestandteil der Gesamtarchitektur von Marketing, Marke und Kundenerlebnis zu werden.

Die KI-Vorreiter denken anders

Unternehmen mit fortgeschrittener KI-Nutzung berichten von Effizienzgewinnen von durchschnittlich 22 Prozent. Entscheidend ist jedoch, was sie mit diesen Gewinnen tun: Sie reinvestieren sie gezielt in Wachstum, Innovation und Markenstärke. Bis 2027 erwarten diese Vorreiter sogar Effekte von bis zu 28 Prozent.

Der Unterschied liegt nicht in der Technologie, sondern im Mindset. Erfolgreiche Organisationen betrachten KI nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel innerhalb einer klaren strategischen Logik.

ROI-Druck und das ungelöste Attributionsproblem

Parallel zu dieser strategischen Neuorientierung planen 72 Prozent der CMOs, ihre Marketingbudgets zu erhöhen – trotz allgemeiner Kostensenkungsprogramme in den Unternehmen. Gleichzeitig bleibt ein zentrales Problem ungelöst: Nur drei Prozent der Marketingverantwortlichen können mehr als die Hälfte ihrer Ausgaben über belastbare ROI-Messungen erklären.

McKinsey zieht daraus eine klare Konsequenz:
CMOs müssen sich künftig stärker als Investoren verstehen. Marketing wird zur Kapitalallokationsfrage – mit klaren Prioritäten, nachvollziehbarer Wirkung und einer Argumentation, die auch gegenüber CFOs Bestand hat.

Fazit: KI ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug

Die Studie zeigt deutlich: Europas Marketingchefs setzen nicht auf weniger Technologie, sondern auf die richtige Reihenfolge. Erst kommen Markenstrategie, Vertrauen und Differenzierung. Dann folgt KI als Beschleuniger – nicht als Ersatz für Haltung, Kreativität und strategische Klarheit.

Wer KI ohne klare Markenlogik einsetzt, optimiert Prozesse, aber nicht Wirkung.
Wer Markenführung ohne technologische Kompetenz denkt, verliert langfristig Effizienz.

Die Zukunft des Marketings liegt nicht im Entweder-oder, sondern in der sauberen Integration beider Welten.

Quelle: https://www.leadersnet.at/news/95460,warum-europas-marketing-chefs-auf-markenstaerke-statt-ki-setzen.html


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